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Spätsommerpflege

Fit für den Winter?
Fit für den Winter?

Die Saison ist fast vorbei. Nach der Ernte ist der Honig nun abgefüllt und wartet im Keller auf den Verkauf. Trotzdem hat die Imkerin noch alle Hände voll zu tun, befinden sich die Bienen doch gerade jetzt - im Spätsommer - in einer sehr kritischen Phase. Die Spätsommerpflege bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Saison im kommenden Jahr.

Genug Futter in den Honigräumen?
Genug Futter in den Honigräumen?

Ein Bienenvolk benötigt für die Überwinterung - je nach Region und Volksstärke - etwa 20 - 25 kg Futter. Diese Menge sollte bis Ende September im Stock eingelagert sein. Es gilt also, noch fehlende Mengen nach und nach einzufüttern. Dabei müssen auch Spättrachten wie das Drüsige Springkraut, Efeu oder Wilder Wein berücksichtigt werden.

Varroamilbe
Varroamilbe

Ein weiteres großes Kapitel, das ganze Bibliotheken füllt, ist der Kampf gegen die Varroamilbe. Aktuell werden die langlebigen Winterbienen produziert. Wenn diese durch einen starken Milbenbefall bereits geschwächt zur Welt kommen, bringen sie das Volk nicht durch den Winter. Die Imkerin muss also gerade jetzt in engen Zeitabständen den Befall kontrollieren und wenn nötig das Volk behandeln.

Naturwabenbau in einem Jungvolk
Naturwabenbau in einem Jungvolk

Bei der Spätsommerpflege muss unterschieden werden zwischen Alt- und Jungvölkern. Die Altvölker schalten jetzt schon um auf Wintervorbereitung.  Die Bienenmasse schrumpft, der Wabenbau wird eingestellt, die Königin drosselt ihre Eiablage. Anders dagegen die Jungvölker. Sie entwickeln sich noch bis in den Oktober hinein, pflegen noch ausgedehnte Brutflächen und bauen Wabe um Wabe. Diesen Prozess gilt es zu unterstützen, damit die Youngster in der kommenden Saison zu richtigen Krachern werden.