· 

Azubiene

Äpfel über Äpfel
Äpfel über Äpfel

Lang ist´s her, dass die Imkerin zuletzt die Schulbank gedrückt hat. Nun war wieder ordentlich Sitzfleisch gefragt, denn am letzten Wochenende begann die Ausbildung von 20 neuen Obstbaumwarten.

In der Biologischen Station Rhein-Sieg-Kreis in Eitorf wurden sie uns dann auch alle um die Ohren gehauen: Baumanns Renette, Dülmener Rosenapfel, Finkenwerder Prinzenapfel, Geflammter Kardinal, Westfälischer Gülderling und und und...

Jeder Apfel mit eigenem Aussehen, eigener Baumform, eigener Kernform und natürlich seinen eigenen Vorlieben bzgl. des Standorts.

Unsere Dozentin war Dipl.-Biologin Barbara Bouillon von der Biologischen Station. Und sie hat sie alle drauf gehabt: rund 200 Apfelsorten, die alle im Seminarraum ausgestellt waren.  Was mich sehr tröstet: die Sortenbestimmung ist zum Teil auch für die Profi-Pomologen recht knifflig.

Apfelkerne im Vergleich
Apfelkerne im Vergleich

Was ich bisher gar nicht wusste : Der Rhein-Sieg-Kreis führt in NRW die Streuobstwiesen-Hitliste an, dicht gefolgt vom Paderborner Umland. Trotzdem sind die Wiesen im Begriff, zu verschwinden, und mit ihnen viele alte Obstsorten. Mit dieser Ausbildung soll dem entgegen gewirkt werden. Und die Nachfrage war wohl so groß, dass aus einem Kurs ruckzuck drei wurden.

Sehr interessant war auch, das neben mir noch einige Imker anwesend waren. Und sofort haben sich in den Pausen wieder die Fachgespräche entwickelt, umringt von  weiteren Teilnehmern, welche mit großen Augen zugehört haben. Das ist das schöne an dieser Ausbildung: sie ergänzt sich hervorragend mit der Imkerei. Das Bienenthema wird immer größer für mich.