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Vor der Auswinterung

Das Volk sitzt über 7 Wabengassen.
Das Volk sitzt über 7 Wabengassen.

Ende Februar in Köln. Die Bienen sind nur noch wenige Wochen von der Auswinterung entfernt. Dezember und Januar waren ungewöhnlich mild, so dass fast alle Völker schon wieder ausgiebig brüten. Das kostet Futter. In dieser letzten Etappe vor dem Frühling muss die Imkerin sicher stellen, dass die Futtervorräte reichen. Nicht, dass die Völker noch in den letzten Wintertagen verhungern. Das wäre absolut tragisch. Für den Imker bedeuten verhungerte Völker nicht weniger als die rote Karte, denn es ist oftmals sein eigenes Verschulden. 

Alle paar Wochen überprüfe ich das Gewicht der Beuten. Ich hebe sie vorsichtig hinten 1-2 Zentimeter an, und schätze somit das Gewicht ab. Das Gefühl für „Reicht noch“ oder „Könnte knapp werden“ entwickelt sich mit der Zeit.

 

Das eine oder andere kleinere Volk öffne ich auch mal für eine halbe Minute. Dabei kann ich auf die Oberträger sehen und überprüfen, ob ich in den Wabengassen noch vorhandene Futterkränze finde. Wenn die Bienen zu diesen noch Kontakt haben, ist alles in Ordnung. Mit Beginn des Brutgeschäfts können kleinere Völker leicht vom Futter „abreißen“, das heißt sie verlieren den Kontakt zu den Futterkränzen und verhungern dann auf vollen Futterwaben. Wenn Gefahr im Verzug ist, kann der Imker eine Notfütterung durchführen. Je nach Situation im Volk gibt es dazu verschiedene Möglichkeiten. Grundsätzlich sollte dies jedoch die absolute Ausnahme bleiben.

 

Das Volk auf dem Foto sitzt gut über 7 Wabengassen, bis über die Oberträger, hat also vollen Kontakt zu den Futterkränzen. Hier besteht kein Grund zur Sorge, Deckel wieder zu.

 

Bis in ein paar Wochen, die Damen. Ich freu mich auf Euch.