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Der erste Schwarm der Saison

Meine sehr provisorische, aber gut einsetzbare Schwarmfangkiste.
Meine sehr provisorische, aber gut einsetzbare Schwarmfangkiste.

Ende April in Köln. Die Schwarmzeit hat offiziell begonnen.

Heute Mittag gegen 13 Uhr wurde ich angerufen: „Frau Kopp, Sie sollten mal vorbeikommen. Hier sind so viele Bienen…“

Mir war sofort klar, was gemeint war. Am Montag hatte ich bei der Durchsicht des Volkes schon gesehen, dass die Damen dabei waren die Koffer zu packen. Die Hutschachteln wurden schon vom Dachboden geholt. Alles klar, dachte ich mir, ein paar Tage sind noch Zeit. Am Freitag kannst Du dann mit Deinen Imkerschülern das Volk in einen Brutling und Flugling teilen. Hatte ich noch nie vorher gemacht, also mal ausprobieren.

Bis ins Geäst raufgewickelt. Jeder Imker wäre entzückt gewesen.
Bis ins Geäst raufgewickelt. Jeder Imker wäre entzückt gewesen.

Aber die Mädels wollten dann doch nicht länger warten und sind 5 Stunden vorher geschwärmt. Haben sich dann im Innenhof des Marie-Juchacz-Zentrums gesammelt, wunderschön um den Stamm eines kleinen Bäumchens gewickelt, bis rauf ins Geäst. Herrlich, genauso wie es die Imkerin am liebsten mag. Traube kann ja jeder.

Es hat dann ca. eine Stunde gedauert, bis ich den größten Teil aus dem Baum gepflückt hatte, und die Königin aller Wahrscheinlichkeit nach mit in der Scharmfangkiste war.

Ich hab den ganzen Krempel dann noch 2 Stunden im Hof stehen lassen, bis auch die letzten Bienen den Baum verlassen hatten und zur Mutti geflogen waren. In der Zwischenzeit habe ich noch ein weiteres Volk kontrolliert, welches jedoch bisher unauffällig ist. Am Abend habe ich den Schwarm dann zusammen mit meinen „Azubis“ in eine neue Beute einlogiert. Schaumermal, ob es ihnen dort gefällt, oder ob sie morgen wieder weiterziehen…  Den Tag  habe ich dann mit einer Flasche Kölsch beendet. Manchmal ist das nötig.