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Kopfschütteln

Köln
Köln

In der vergangenen Woche wurde im Abenteuer- und Forschermuseum Odysseum der Umweltschutzpreis der Stadt Köln verliehen.

In zwei Kategorien (Allgemeiner Umweltschutzpreis, sowie der Umweltschutzpreis für Kinder-, Jugend- und Schulgruppen) wurden insgesamt acht Preisträger ausgezeichnet.

Was mich als Imkerin natürlich sehr freut ist der 2. Platz der Arbeitsgruppe Wildbienen Freiluga für ihren Beitrag "Wildbienenschutz in der Freiluga: Konzeption und Maßnahmen". Denn, wir erinnern uns, noch im Sommer hatte OB Reker angekündigt, Köln wolle "Bienenfreundliche Stadt" werden.

Beim Blick auf die Preisgelder wird wohl manch einem Naturschützer jedoch schnell das Lachen im Halse stecken bleiben.

Sagenhafte 10.000,- € durften sich die insgesamt acht Preisträger untereinander teilen. Wir rechnen das mal nach: im Schnitt 1.250,- € für Jeden. Lassen sich damit wirkungsvolle, kostendeckende und nachhaltige Projekte im Umweltschutz realisieren? Die Antwort auf diese Frage könnte bezeichnend sein für den Stellenwert, den Naturschutz bei der Kölner Stadtverwaltung einnimmt.

Nur mal so zum Vergleich: die Sanierung einer mittlerweile bundesweit bekannten Oper wird schlussendlich wohl weit über 500 Mio. Euro kosten. Der Bau einer überdimensionalen Treppe am Deutzer Rheinufer kostete über 26 Mio. Euro, ihre Reinigung jährlich über 800.000 Euro.

In Zeiten von Klimawandel und Artenschwund gibt es so Tage, an denen man mit dem Kopfschütteln einfach nicht fertig wird.