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Apisticus 2019

Auf der Apisticus.
Auf der Apisticus.

 Am letzten Karnevalssamstag musste ich der Domstadt und dem rheinischen Wahns... ähm Frohsinn dann doch mal entfliehen. Und zwar ins Münsterland, genauer nach Münster, auf die Imkermesse Apisticus. Diese steht in jedem Frühjahr auf dem Imkerjahresplan, doch bisher hatte ich es noch nie geschafft. Und da ich eh die Vereinsfahrt dorthin für den Kölner Imkerverein geplant hatte, erschien es mir ganz praktisch, auch selber mitzufahren.

 

Honigschleudern in allen Preisklassen
Honigschleudern in allen Preisklassen

Mein Plan war, mich nach einer Schleuder umzusehen, denn diese Anschaffung steht in diesem Jahr definitiv an. 16 Völker stehen für die kommende Saison in den Startlöchern. Tatsächlich sind sie alle durch den Winter gekommen; das macht mich schon ein wenig stolz.

Aber zurück zur Honigschleuder. Sie sollte natürlich nicht zu groß sein, damit sie noch durch eine normale Zimmertür durchpasst, aber auch nicht zu klein, denn irgendwann will man ja auch mal fertig werden. Und dann die Frage: Radial oder tangential? Oder vielleicht sogar Selbstwende? Und was kostet mich das eigentlich?

Nun, eine Entscheidung habe ich tatsächlich schon vor ein paar Jahren getroffen: auf jeden Fall elektrisch! Warum? Nachdem ich mal eine Honigernte manuell mit einer Handkurbel-Schleuder erledigt hatte, habe ich mich dann anschließend etwa ein dreiviertel Jahr lang mit einem Tennisarm rumgeärgert. Oder sagt man dann Schleuderarm? Nun, auf der Messe war mir die Auswahl dann doch irgendwie zu groß. Und die Schleudern auch, so dass ich dann wohl doch den Weg zum Imkereifachhändler meines Vertrauens finden werde, quasi umme Ecke.

Was ich auf der Messe sonst noch sehr auffallend fand, waren die Frühlingsfarben überall. Wird die Imkerschaft etwa noch romantisch? Stockmeißel in Frühlingsfarben, Imkeranzüge in Frühlingsfarben, Entdecklungsgabeln in Frühlingsfarben, und man glaubt es kaum, sogar ganze Beuten in Frühlingsfarben. Irgendwie hat mich das irritiert, aber jedem das seine. Und was ich tatsächlich sehr vermisst habe, waren die Hersteller der Strohbeuten. Beutensysteme gab es zu Hauf in allen Varianten, Materialien (und Farben), aber das Stroh fehlte. Sehr schade, vielleicht ist es doch noch zu sehr ein Nieschenprodukt. Ich hoffe, das wird sich noch ändern. Bis nächstes Jahr, Apisticus.