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Start Warré Projekt

Meine erste Warré hat neue Bewohnerinnen. Inzwischen ist die Schwarmzeit schon in vollem Gang, und bei einem Volk habe ich eine Schwarmvorwegnahme vorgenommen. Der Schwarm ist dabei nicht allzu groß geworden, da das Volk auch kein Kracher war, aber ich habe schon kleinere Schwärme erfolgreich großgezogen. Seit gut 2 Wochen bewohnen sie nun die Warré, haben also noch reichlich Zeit für ihre Entwicklung.

Der Tag der Einlogierung war mir für das Völkchen jedoch zu frisch, um sie über das Flugloch einlaufen zu lassen, was ja mal etwas dauern kann. Also habe ich mich für die Kurzversion der Wohnungsbesichtung entschieden: das Eintopfen, diesmal dokumentiert aus der Vogelperspektive.

Zum Aufbau der Warré, von oben nach unten: Dach, Isolierzarge, Brutraumzarge, und der geschlossene Boden mit Bausperre. Ich bin ganz verliebt in die 45 mm Wandstärke und die dicken Dreiecksleisten in den Zargenecken, welche eine Annäherung an den Kreis in der Grundform erlauben. Die Isolierzarge von Emil Warré ist Vorbild für den Klimadeckel (oder auch D-Deckel) unserer Tage. Die Warré wird klassischerweise mit Oberträgern betrieben, was einer höchst extensiven Bienenhaltung entspricht. Die Oberträger habe ich jedoch ganz bewusst nicht mit Anfangsstreifen versehen, nur ein wenig mit flüssigem Wachs bekleckert. Die Bienen können somit komplett frei bauen; ich betrete damit die für mich neue Welt des Stabilbaus.